BUND Kreisgruppe Krefeld

Auch mal Bio? – Mein biologischer Fußabdruck und mein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

19. Juli 2018 | Landwirtschaft, Massentierhaltung, Nachhaltigkeit, Umweltgifte

Ein Beitrag von Karl-Heinz Renner.

Ökologisch, bio, lecker! Lebensmittel aus biologischem Anbau.  (Engin_Akyurt/Pixabay)

Über 33.000 Menschen gingen im Januar 2018 in Berlin für eine Agrarwende auf die Straße. 135 000 Unterschriften für einen Appell des BUND brachten im GroKo-Koalitionsvertrag schon zwei Ergebnisse für den Tierschutz: das Töten von Eintagsküken bis zur Mitte der Legislaturperiode zu beenden und die Modernisierung tierwohlorientierter Ställe zu unterstützen.

Das ist ein guter Anfang! Und schon heute haben sich 180 Kommunen entschieden, ihre Grünflächen ohne Glyphosat zu bewirtschaften und Bienen eine Chance zu geben. Dies ist bereits Erfolg für die BUND-Kampagne, aber trotzdem darf dies nicht alles bleiben, denn insgesamt ist es noch viel zu wenig.

Mit diesem Zusammenspiel von Appell an Landwirtschaft, Tierhaltung und Politik und eigenem Konsumverhalten hat sich seit dem Ende der neunziger Jahre die biologische Landwirtschaft immer stärker durchgesetzt.

Waren es zunächst Bauern, die über ihren Hofverkauf Kunden überzeugten, so wurde der Vertrieb der biologischen Lebensmittel über die Zertifizierung durch Demeter und Bioland und durch engagierte Krefelder Bioläden wie 

  • Sonnentau mit Lieferservice, 
  • Karls Naturkost, 
  • Naturkost Vierspitz, 
  • Bettinger und 
  • Denn`s Biomarkt,

aber auch durch 

  • den Heilmannshof in Traar mit einem wunderschönen Naturpark, 
  • dem Stautenhof in Anrath mit vorbildlicher Hühner- und Schweinehaltung und 
  • auf unserem Fischelner Markt mit Bioland-Familie Thees aus Neersen attraktiv.

In der Natur lerne man, dass im Gleichgewicht genug Gutes für alle da ist, so Daniel Thees. Und direkt  gegenüber findet man den Marktstand der Biobäckerei Schomaker mit Brot und Gebäck, das es in sich hat.

Biologische Landwirtschaft ermöglicht Kühen, Hühnern und Schweinen ein Leben jenseits von Zwangshaltung und Turbomast und bei der Erzeugung von Gemüse und Obst Kreisläufe der Natur zu berücksichtigen.

Biologische Landwirtschaft geht beispielhaft voran beim Landschaftsschutz und schon kleine Schritte unserer Bauern wie der Verzicht auf zu frühe Mahd von Wegrändern, Anlage von geförderten Blühstreifen oder bewusst belassene Störstellen im Acker (auch Lerchenfenster genannt) sind nötige Beiträge, um den  Rückgang zahlreicher Tier- und Pflanzenarten abzubremsen.

Bei einem guten Einkaufmix darf "Bio" dabei sein. Zur Bewahrung der Schöpfung gehört aber auch, dass der Laden um die Ecke attraktiv ist, wenn man das Auto stehen lassen kann.

REWE z.B. punktet in Fischeln mit einzelnen Bio-Produkten, einem regionalen Angebot und einem Lieferservice.
Regionale Produkte bietet auch der Hofladen Seibt in Bösinghoven und ist eine Radtour wert.

Und wenn Sie bei einem Kleinbetrieb oder auf dem Markt vielleicht einmal mehr bezahlen sollten, dann wird
der Gedanke trösten, dass wir ganz sicher den Unterschied schmecken, längere Wege gespart haben und Menschen unterstützen, die sich für den Bestand unserer Kulturlandschaft einsetzen.

"Bio" kann man sich auf der Zunge zergehen lassen!
Besuchen Sie nach dem Einkauf in Fischeln oder einem Spaziergang im Fischelner Bruch Lars Driesens
Max-und-Moritz-Café mit Kuchen der Biobäckerei Schomaker und Suppen ohne Konservierungsstoffe.

Und das Sahnehäubchen: Alle paar Monate bekommen vor allem heimische, auch unbekanntere Künstler die Gelegenheit, sich hier zu präsentieren.

Hier finden Sie Bezugsquellen für ökologisch erzeigte Lebensmittel in Krefeld.

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