Handlungsbedarf zu PFAS-Funden

Empfehlungen und Forderungen

  1. Information der Anwohner und Nutzer (Landwirte/ Kleingartenbesitzer etc.) mit Empfehlungen, das kontaminierte Wasser nicht für Bewässerung von Lebensmitteln zu nutzen
  2. offene Kommunikation zu den bereits erfolgten und in Auftrag gegebenen Erhebungen, Untersuchungen und eingeleiteten Maßnahmen. Beispiele gibt es genug wie z.B. durch die Stadt Köln
    1. Wenn es bisher nur die Untersuchung zu der Kontamination in Uerdingen gibt, fordern wir hierzu zumindest noch
    2. den konkreten Bericht (nicht nur die Prüfberichte) des beauftragten Gutachters (TAUW)
    3. die konkreten Ergebnisse (PFAS-Verbindungen) aus der Untersuchung/ dem Monitoring der Brunnen an der Trinkwassergewinnungsanlage Uerdingen
    4. Benennung der Lage der kontaminierten Fläche auch im Hinblick auf Anwohner mit Gartenbewirtschaftung
    5. die für den Sommer 2025 zugesagten Informationen über weitere Erkenntnisse und Maßnahmen
    6. die in die Erkundung ausserdem einbezogenen Standorte und Untersuchungen, denn wenn es sich tatsächlich um den Standort der ehemaligen Papierfabrik handelt, so können auf dem Weg des Zuflusses zur Uerdinger Brunnengalerie ja auch weitere Verursacher hinzukommen (s.Liste aus Anfrage)

  3. weitere Untersuchungen an den und um die Standorte, die vom BUND beprobt wurden, je nach Bestätigung unserer Werte entsprechende Verbote der Nutzung des Grund- oder Oberflächenwassers für Baden und Lebensmittelbewässerung
  4. Information über das PFAS-Monitoring und die PFAS-Grundwasserwerte in den Wasserschutzgebieten
  5. angepasstes (um PFAS erweitertes) Monitoring bei bekannten Standorten von Deponien, Textil-, Beschichtungs-, Stahl- und Galvanikunternehmen,
  6. Untersuchung des aus dem Inrath übergeleiteten Grundwassers in die Niepkuhlen und ein Monitoringprogramm für die Niepkuhlen und Riethbenden
  7. Offenlage der Verträge und der Überprüfung dieser Verträge mit Landwirten, diein WSG Flächen bewirtschaften, hinsichtlich ihres PSM-Einsatzes
  8. Überprüfung der potentiell PFAS-nutzenden Indirekteinleiter in das städtische Kanalsystem, Offenlage der Analyseergebnisse und Anpassung der Indirekteinleitergenehmigungen
  9. Angaben zur PFAS-Belastung der Kläranlage (nachdem hier Becken erneuert werden mussten, die für die Löschwasserrückhaltung eingesetzt wurden) und zum Ausbau der 4. Stufe
  10. Angaben zur Ertüchtigung der beiden Wasserwerke  Forstwald und In der Elt hinsichtlich der absehbaren Kontamination des Grundwassers mit lang- und kurzkettigen (TFA) PFAS und Verbleib der Reststoffe
  11. Anpassung der MKVA hinsichtlich der Temperaturführung und der Abgasreinigung sowie des Verbleibs von kontaminierten Reststoffen
  12. Verschärfung der Überprüfung des Abfalltrennungsgebotes an Baustellen zur Vermeidung von Kontamination von Recyclingbaustoffen (s.a. Schadensfall Uerdingen)
  13. Aktualisierung der vollkommen veralteten Daten zu Altlasten in bereits vorhandenen Karten des Geoportals und Veröffentlichung des Altlastenkatasters
  14. regelmäßige Berichterstattung an den Rat zum Sachstand: zum jetzigen Wissensstand und vor dem Hintergrund mangelnder Erfassung und Initiative der Krefelder Umweltbehörde ist mit einer ZUnahme von PFAS in Grund- und Trinkwasser auszugehen.
  15. keine weitere Bebauung mit Verlagerung der Altlastenerhebung/-erfassung in einen Durchführungs- oder städtebaulichen Vertrag!

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